Die Reinigung des Pools

Aktualisiert: 2. Oktober 2020

Die Reinigung des Pools

Egal ob es sich um den aufblasbaren Whirlpool im Garten, den Jacuzzi auf der Terrasse oder den Schwimmpool handelt – eines haben sie alle gemeinsam. Der regelmäßige Einsatz von Poolpflegemitteln ist unabdingbar, denn nur in keimfreiem und klarem Wasser macht der Aufenthalt im Pool wirklich Freude.
Ein Pool ist ein eigenes kleines Ökosystem, welches man mit einfachen aber wirksamen Schritten in Takt halten sollte. Die vorhandene Filtertechnik sorgt zum einen dafür, dieses so lange wie möglich sauber zu halten. Dabei werden diese von zusätzlichen Bodensaugern unterstützt.
Dennoch ist eines in diesem Ökosystem ganz wichtig – der richtige pH-Wert des Wassers im Pool.

Definition pH-Wert?

Der pH-Wert ist der wichtigste Wert überhaupt, wenn es um die Qualität des Wassers geht. Er steht für die „potentia hydrogenii“ (Lateinisch = Stärke des Wasserstoffs) und bestimmt die neutralen, sauren und basischen Eigenschaften einer wässrigen Lösung. Dabei sagt er etwas über die Menge an Wasserstoffionen aus, die sich in einer Flüssigkeit befinden. Hier gibt es mehr Infos dazu.

Reines Wasser hat bei einer Raumtemperatur einen pH-Wert von7. Lösungen mit einem pH-Wert unter 7 werden als sauer und Lösungen mit einem pH-Wert über 7 werden als basische oder alkalisch bezeichnet.

Wie wichtig ist der pH-Wert des Wassers?

Bei einem Pool liegt der ideal pH-Wert bei 7,0-7,6. Der richtige pH-Wert ist bei einem Pool Dreh- und Angelpunkt. Leider wissen viele Poolbesitzer gar nichts über den perfekten pH-Wert, obwohl der Wert entscheidende Auswirkungen auf eine gesunde Wasserqualität besitzt. Sinkt der pH-Wert unter 7,0 kann es zu Augen- und Hautreizungen kommen, da das Wasser dann zu sauer ist. Steigt der Wert jedoch über 7,6 wird das Wasser zu basisch und bremst so die Desinfektionswirkung des Chlors, was wiederum zur Bildung von Keimen führen kann.

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Quelle: Bild von Lisa Larsen auf Pixabay

Woher kommt der Chlorgeruch im Wasser?

Warmes Poolwasser ist der perfekte Nährboden für Keime und Bakterien. Um ihnen den Garaus zu machen, wird Chlor im Poolwasser aber auch im Schwimmbad eingesetzt. Dies ist die bekannteste und meist verwendete Desinfektionsmöglichkeit in diesem Bereich.

Der ideale Chlorgehalt im Wasser soll bei 0,5 – 1,0 mg/Liter liegen. Zu beachten gilt außerdem, dass sowohl starke Sonneneinstrahlung als auch rege Poolnutzung dafür sorgen, dass der Chlorgehalt schneller abgebaut wird. Außerdem ist der optimale pH-Wert des Wassers eine Voraussetzung dafür, dass Chlor effektiv im Wasser seine Arbeit erledigen kann. Die richtige Dosierung hängt von der Art des Chlors ab, daher immer genau den Beipackzettel lesen und natürlich regelmäßig den pH-Wert überprüfen.

Wie wird der pH-Wert gemessen?

Um den pH-Wert im Pool zu messen, kann man sich sogenannter Test Tabletten bedienen. Diese gibt es im Handel zu kaufen. Nachdem man das Teströhrchen mit dem Pool Wasser gefüllt hat, wird eine Testtablette zugefügt. Nach einer angegebenen Zeitspanne vergleicht man dann die Farbe des Testwassers mit denen auf dem Teströhrchen. So kann abgelesen werden, welchen pH-Wert das Wasser im Pool hat.

Was passiert, wenn der pH-Wert zu niedrig ist?

Zu einer Senkung des pH-Wertes kann es zum Beispiel nach sehr viel Regen kommen. Damit wird das Wasser dann zu sauer, was wiederum zu Schäden an Einbauteilen durch Korrosion führen und die Haut und Augen der Poolnutzer schädigen würde.

Was passiert, wenn der pH-Wert steigt?

Steigt der pH-Wert des Wassers an, wird es zu basische bzw. alkalisch. Damit verliert das Chlor seine Wirkung und es kommt zu vermehrter Keimbildung. Außerdem trübt sich das Wasser ein Kalkablagerungen wären die Folge.
Der pH-Wert des menschlichen Körpers muss einen dauerhaften Wert von 7,35 – 7,45 aufweisen. Dieser Wert ist optimal, um dem Blut die Möglichkeit zu geben, Sauerstoff aufzunehmen, zu transportieren und damit für eine volle Funktionsfähigkeit des Körpers zu sorgen. Der Aufenthalt in einem Pool, dessen Wasser pH-Wert zu niedrig oder zu hoch ist, kann gesundheitliche Schäden verursachen.

Wie wird der pH-Wert im Pool angepasst?

Zuerst sollte die Ursache des veränderten pH-Wertes ermittelt und abgestellt werden (Temperatur, Zulauf, Regen, Nutzung). Um den pH-Wert im Pool zu erhöhen oder zu senken, gibt es bestimmte Mittel. Mit der entsprechenden Zugabe von pH-plus oder pH-minus lässt sich der pH-Wert steuern. Beides ist in flüssiger als auch in Granulat-Form im Handel erhältlich. Dosiert wird entsprechend des vorher gemessenen pH-Wertes.

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