Kartuschenfilteranlage

4.8
(229)

Aktualisiert: 19. April 2023

Insbesondere zur warmen Jahreszeit ziehen Swimmingpools ihre Nutzer magisch an. Doch ein Pool bedarf viel Pflege. Hierbei leistet eine Kartuschenfilteranlage wichtige Dienste.
Die Anlagen sind dafür geeignet, um Wasser zu filtern und zu reinigen. Zudem kann eine Filteranlage kleinere Verschmutzungen beseitigen. Das Leistungsvermögen der Kartuschen ist zumeist sehr fein und effizient. In erster Linie sind die Geräte für Whirlpools sowie kleine Pools geeignet.

Kartuschenfilteranlage Produkte

Platzierung Filteranlage Modelle Filteranlage Daten Filteranlage Features
Erster Platz Poolwissen
Testsieger!

9,6 / 10


Intex 28604 Krystal Clear Kartuschenfilteranlage

Zum Angebot *

1,7 m³/h
Umwälzleistung
  • 45 W, 0,30 A, 230V
  • Filterkartusche Typ A
  • Max. Wassertemperatur
    von 35 °C
Ø 32/38 mm
Anschluss
  • Inkl. Schlauchklemmen,
    2 Durchführungen, 1 Ansauggitter und 1 Einlaufdüse
Zweiter Platz Poolwissen
Zweiter Platz

9,5 / 10


Intex Kartuschenfilter OPTIMO 634T

Zum Angebot *

9,4 m³/h
Umwälzleistung
  • 360 W, 230V
  • Filterkartusche Typ B
  • Max. Wassertemperatur
    von 35 °C
  • Geeignet bis zu einem Salzgehalt von 3 g/l
Ø 38 mm
Anschluss
  • Inkl. Original Filterkartusche Typ B
  • Inkl. Zeitschaltuhr
  • Inkl. 2 Verbindungsschläuche Ø 38 mm mit 2″ Verschraubung
Dritter Platz Poolwissen
Dritter Platz

9,0 / 10


Bestway Flowclear™ Filterpumpe

Zum Angebot *

1,2 m³/h
Umwälzleistung
  • 220-240V~/50Hz, Trafo 12V Kl.3, 23W
  • Geeignet für Pools mit 1.100 – 8.300L Fassungsvermögen
Ø 32 mm
Anschluss
  • Inkl. 1x Filterkartusche,
    2x Schläuche à 1,5m/Ø32mm,
    4x Schlauchklemmen

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Hier finden Sie unsere ausführliche Bestenliste:

Kartuschenfilteranlage Test

Was ist eine Kartuschenfilteranlage?

Eine Kartuschenfilteranlage ist in erster Linie für Innenpools oder kleine Schwimmbecken unter freiem Himmel geeignet. Die schnell und effizient funktionierenden Geräte arbeiten zuverlässig, insofern der Filter nicht zugesetzt ist.

Die zu dem Filter gehörige Kartusche setzt sich aus mehreren Papierlamellen zusammen.

Angesaugtes Wasser fließt durch eine Kartusche. Das Wasser läuft durch den Filter. Dadurch bleiben Verschmutzungen daran haften. Je stärker das Wasser verschmutzt ist, desto schneller setzen sich die Filter zu. Bei Verschmutzung ist es unerlässlich, die Filter zu säubern oder zu ersetzen. Insbesondere feine Verschmutzungen sind eine große Herausforderung für die Filter.

Die Kraft der Pumpe ist bei einer Kartuschenfilteranlage recht begrenzt. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass schwere Partikel unmittelbar auf den Boden sinken und ein Kartuschenfilter diese Verunreinigungen überhaupt nicht ansaugen kann.

Kartuschenfilteranlage
Eine Kartuschenfilteranlage ist in erster Linie für Innenpools oder kleine Schwimmbecken unter freiem Himmel geeignet
Bild: stock.adobe.com – © penyushkin #440720159

Details zur Funktionsweise

Mit der Energie der Pumpe zieht die Anlage das Wasser an. Das Wasser durchläuft über ein Schlauchsystem den Papierfilter und fließt anschließend gesäubert ins Schwimmbecken zurück. Der Papierfilter besitzt einen Kunststoffkern, mit dem Poolbesitzer die Kartusche einsetzen können.
Zudem bedarf der Kartuschenfilter einer regelmäßigen Reinigung bzw. eines Ersatzes. Die Kosten für den Betrieb eines Kartuschenfilters sind vergleichsweise hoch, da der Verbrauch an Kartuschen wesentlich höher als an Quarzsand einer Sandfilteranlage ist.

Eine Kartuschenfilteranlage kaufen: Worauf sollten Kaufinteressenten achten?

Auf der Suche nach einer passenden Kartuschenfilteranlage sollten Käufer auf unterschiedliche Aspekte achten. Eine maßgebliche Komponente ist die Filterleistung. Die Leistung der Kartuschenfilteranlage variiert je nach Größe. Für die Wahl eines geeigneten Kartuschenfilters spielen die Abmessungen des Pools eine ausschlaggebende Rolle. Demzufolge spielt die Größe des Schwimmbeckens bei der Entscheidung für oder gegen einen Filter eine wichtige Rolle. Je nach Poolgröße sowie Wassermenge sollten die Pumpen eine Mindestleistung erfüllen, damit eine angemessene Filterqualität entsteht. Die klassische Filterleistung eines Kartuschenfilters beläuft sich auf zwei Kubikmeter je Stunde. Diese Geräte sind für einen Swimmingpool mit einer Wassermenge bis zu 6.000 Litern geeignet.
Das bedeutet wiederum, dass ein größerer Pool auch einen leistungsstärkeren Filter benötigt. Je nach Filtergröße ist hierbei eine Förderleistung von einem bis sechs Kubikmetern je Stunde realistisch.

Müssen sich Poolbesitzer zwischen mehreren Anlagen entscheiden, sollten sie eher einer leistungsstarken und nicht zu schwachen Anlage den Vorzug geben.

Denn je geringer die Leistungsfähigkeit der Anlage ist, desto niedriger ist auch die Filterqualität. Ein leistungsstarker Kartuschenfilter verlängert hingegen die Laufzeit. Einem Richtwert zufolge sollten die Filteranlagen darauf ausgelegt sein, die Wassermenge komplett zwei- bis dreimal pro Tag umzuwälzen. Weil der Kartuschenfilter täglich mehrere Stunden in Betrieb ist, spielt der Stromverbrauch eine ausschlaggebende Rolle.
Deshalb lohnt es sich auf Dauer, etwas mehr Geld in ein stromsparendes Modell zu investieren. Andererseits gehen der Stromverbrauch sowie die Filterleistung der Pumpen Hand in Hand miteinander einher. Deshalb ist es wichtig, die Leistung nicht zu gering auszuwählen.

Die Pumpen-Laufzeit wird auf die Wassermenge und Filterleistung abgestimmt. Wichtige Orientierungspunkte bei der Wahl eines Kartuschenfilters sind deshalb die Filterleistung und Wassermenge. Die tägliche Laufzeit einer Kartuschenfilteranlage beläuft sich auf mindestens acht Stunden. In diesem Zeitraum sollte der Kartuschenfilter das Wasser zwei- bis dreimal umwälzen. Möglicherweise spielt die Schlauchgröße für die Wahl einer geeigneten Anlage ebenfalls eine wichtige Rolle.

Für welche Poolarten ist eine Kartuschenfilteranlage geeignet?

Obwohl die Filterleistung der Kartuschen fein und effektiv ist, eignen sich die Filter in erster Linie für Whirlpools, kleinere Pools oder Aufstellpools. Im Gegenzug sind die Filteranlagen nicht größere Swimmingpools unter freiem Himmel geeignet.

Wichtige Vor- und Nachteile im Überblick

Insbesondere für Pool-Anfänger ist ein Kartuschenfilter besonders gut geeignet. Dies gilt vor allem für Personen, die eher kleinere Swimmingpools in ihrem Garten aufstellen oder den Pool nur zur Hochsaison nutzen. Für den Filter sprechen die geringen Anschaffungskosten. Zudem ist deren Leistung nicht wesentlich schlechter als bei einer Sandfilteranlage. Allerdings darf die Filterkartusche nicht zu stark verschmutzt sein.

Der Verschmutzungsgrad einer Filterkartusche ist zugleich der größte Minuspunkt dieses Pool-Zubehörs, da keine Rückspülfunktion angewendet werden kann.

Es spricht zwar nichts dagegen, die Filter grob mit Wasser abzuspritzen und dadurch einen Großteil der Partikel zu beseitigen. Allerdings bleiben besonders feine Schmutzpartikel wie Pollen daran haften. Deshalb verringert sich die Reinigungsleistung im Laufe der Zeit deutlich. Eine Verwendung von Flockungsmitteln kommt ebenfalls nicht in Betracht, da der Filter dadurch verkleben würde. Auf lange Sicht ist ein stetiger Wechsel von Papierfiltern deshalb auch mit hohen Kosten verbunden.

Pool Anfänger mit kleinem Pool
Insbesondere für Pool-Anfänger ist ein Kartuschenfilter besonders gut geeignet
Bild: stock.adobe.com – © penyushkin #440567661

Höhe der Anschaffungskosten

Eine Kartuschenfilteranlage erhalten Käufer für Kosten im mittleren zweistelligen Bereich. Je nach Angebot variieren die Anschaffungskosten von etwa 40 bis 60 Euro. Wer eine Kartuschenfilteranlage in höherer Qualität wünscht, kann in die Anlagen ebenfalls mehrere hundert Euro investieren.
Der Preis der Filterkartuschen orientiert sich ebenfalls an deren Qualität. Ein wichtiges Kriterium ist deren Filterleistung. Einige Kartuschen sind sogar darauf angelegt, Wasser mit Magnesium anzureichern. Einfache Kartuschen stehen bereits zum Stückpreis von fünf bis sechs Euro zur Wahl. Wer ein Produkt mit besserer Filterleistung wünscht, muss in jede Kartusche bis zu 25 Euro investieren.

Wartung einer Kartuschenfilteranlage: Worauf achten?

Wer die richtigen Schritte beherzigt, kann Kartuschenfilter einfach und problemlos reinigen. Hierbei ist es besonders wichtig, alle wichtigen Angaben der Hersteller zu beherzigen. Für die Pflege der Kartuschenfilteranlage ist es wichtig, dass das Gerät komplett ausgestellt und vom Stromnetz getrennt wird. Daraufhin wird der Deckel über der Filterkartusche beseitigt. Für eine Entfernung der Kartusche genügt es, das Bauteil aus der Halterung zu drehen. Im Anschluss ist eine Säuberung der Kartusche mit einem Gartenschlauch sinnvoll. Dadurch lösen sich Verschmutzungen, die sich im Filtermedium befinden. Alternativ ist es möglich, die Kartuschenfilteranlage einzuweichen. Hierfür ist entweder Filterreiniger oder eine Lösung mit sechs Teilen aus Wasser sowie einem Teil an Essigkonzentrat sowie Chlor erforderlich. Auf diese Weise sterben Mikroorganismen ab. Im Anschluss wird die Anlage noch einmal ausgespült.

Kartuschenfilteranlage und Sandfilteranlage im Vergleich

Neben dem Kartuschenfilter sind Sandfilteranlagen die gängigste Methode, um Poolwasser mit einer Reinigungsanlage zu säubern. Diese Anlage filter die Schwebeteilchen aus dem Wasser durch Sand mit einer Körnung von 0,5 bis 0,8 Millimeter. Über eine Schwimmbadpumpe wird das Wasser direkt aus dem Pool in den Sandfilter weitergeleitet, dort gesäubert und anschließend in den Pool zurückgeleitet. Zur Sicherung der Filterleistung wird der Schmutz anschließend in den Abfluss zurückgespült. Dieser mehrere Minuten andauernde Prozess wird mehrmals pro Woche durchgeführt, um angesammelte Schmutzpartikel aus dem Filter zu spülen und direkt ins Abwasser zu leiten. Dadurch entsteht eine gute Filterleistung.
Ebenso wichtig ist es beim Betrieb einer Sandfilteranlage, eine gute Durchströmung des Wasser zu ermöglichen und die Pumpen-Laufzeit der Wassermenge sowie Filterleistung anzupassen. Ziel ist es auch im Umgang mit einer Sandfilteranlage, das Wasser bis zu dreimal pro Tag komplett umzuwälzen.

Im Gegensatz zur Sandfilteranlage funktioniert die Reinigung mit einer Kartuschenfilteranlage durch ein Zurückhalten des Schmutzes via Papierkartusche.

Eine Säuberung der Filter erfolgt entweder durch einen Wechsel der Kartusche oder das Abspritzen des Filters mit dem Gartenschlauch. Ein Kartuschenfilter filtert allerdings nicht alle Verschmutzungen, da kleine Steine, Sand und Blätter zu Boden sinken. Diese Verunreinigungen müssen Poolbesitzer mit einem Kescher oder Poolsauger beseitigen.

Kartuschenfilter oder Sandfilter: Welche Anlage ist die bessere Wahl?

Für einen kleinen Pool im Innenbereich ist ein Kartuschenfilter völlig ausreichend. In diesem Bereich sind die Schwimmbecken schließlich nicht externen Bedingungen ausgesetzt. Dadurch ist die Leistung der Kartuschenfilter nicht übermäßig strapaziert. Für eine Badeoase im Außenbereich ist ein Sandfilter jedoch die bessere Wahl.
Schließlich ist die leistungsstärkere Anlage darauf ausgelegt, die Grobschmutzbelastung effektiver zu verarbeiten. Ein weiterer Pluspunkt der Sandfilter ist, dass die Poolsauger für eine manuelle Säuberung besser angeschlossen werden können. Diese Funktionsweise ist mit einem Kartuschenfilter nicht möglich.

Fazit

Wer sich erstmals mit den Vorzügen eines kleinen Pools vertraut macht oder ein Schwimmbecken für den Innenbereich nutzt, kann sich problemlos für eine Kartuschenfilteranlage entscheiden.
Die Systeme sind günstig und beseitigen feinen Schmutz effektiv. Allerdings sollten sich Käufer auch vor Augen führen, dass der Funktionsweise von Kartuschenfilteranlagen Grenzen gesetzt sind.

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