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Welche Art von Pool soll es für den Garten sein?

Ein Pool im eigenen Garten ist für viele Gartenbesitzer die Erfüllung eines Traums. Insbesondere bei schönem Sommerwetter bereitet es viel Freude, einfach ins kühle Nass zu springen und sich in der heimischen Oase auf einer Liege zu sonnen. Sich abkühlen, einige Meter schwimmen und am Anblick des kleinen Paradieses für Schwimmer erfreuen – das ist die Idealvorstellung des perfekten Sommertags.
Doch das Bauprojekt Pool sollte gut durchdacht sein.

Vor- und Nachteile von einfachen Pools

Aufblasbare Pools sind vor allem für den kleinen Geldbeutel geeignet. Diese Schwimmbecken aus Gummi gleichen zwar einem großen Planschbecken, sind jedoch wesentlich robuster.

Die Pools stehen in verschiedenen Größen zur Verfügung und sind im Winter auch leicht wieder verstaut.

Etwas stabiler ist ein Schwimmbecken mit Stahlrahmen. Die Rede ist von sogenannten Einbau- oder Aufstell-Pools, bei denen die Stahlrahmen zusammengesteckt und anschließend mit einer Kunststoff-Plane eingespannt werden. Im Regelfall sind Einbau- sowie Aufstell-Pools ebenfalls mit Anschlüssen für einen Schlauch sowie für eine Filterpumpe ausgestattet.

Aufblasbare Pools sind vor allem für den kleinen Geldbeutel geeignet
Aufblasbare Pools sind vor allem für den kleinen Geldbeutel geeignet – Bild: © Евгения Янцева #316718275 – stock.adobe.com

Verschiedene Optionen für die Montage

Je nach Modell und Füllmenge haben Gartenbesitzer die Möglichkeit, die Einbau-Pools entweder vollständig oder nur partiell im Boden zu versenken. Einige Aufstell-Pools sind ebenfalls für eine Teilversenkung geeignet. Bei der Montage der einfachen Becken ist es wichtig, sich an den Angaben der Hersteller zu orientieren. Beispielsweise ist häufig eine Hinterfüllung aus Magerbeton erforderlich.

Generell sollten Gartenbesitzer ebenfalls darauf achten, dass für bestimmte Poolarten ebenfalls gesetzliche Bauvorschriften existieren. Wer im eigenen Garten einen Pool errichten möchte, sollte sich im Vorfeld bei der zuständigen Baubehörde zu dem Bauvorhaben erkundigen.

Pools aus einem Bausatz

Ein Bausatz-Pool ist für all die Gartenbesitzer eine gute Wahl, die ihren Swimmingpool einfach und unkompliziert im eigenen Zuhause aufstellen möchten. Bei diesen Varianten gibt es zum Teil auch höherpreisige Modelle, die möglicherweise sogar im Winter beheizbar sind. Im World Wide Web oder im Baumarkt werden all die Hobby-Heimwerker fündig, die Bausätze aus Styropor suchen. Diese Bausätze setzen sich zumeist aus einigen Styroporblöcken zusammen, die ineinander gesteckt werden. Weil ein Styropor-Pool allerdings stets als Kompletteinbau in den Boden eingefügt werden muss, ist es erforderlich, zuerst den Boden auszuheben.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sind Gartenbesitzer bei diesen Modellen gut beraten, alle wichtigen Fragen rund ums Thema Bodenbeschaffenheit und Statik zu beantworten.

Eine Bodenbetonplatte ist ein wichtiges Fundament für einen neuen Pool. Setzen Sie bei dem Bauprojekt die Styroporblöcke so lange ineinander, bis der Pool vollständig aufgebaut ist. Im nächsten Schritt verfüllen Sie die Blöcke mit Beton. Ist die Betonfüllung komplett getrocknet, hinterfüllen Sie den Pool mit einem Gemisch aus Sand und Kies. Zudem ist es notwendig, das Innenbecken mit Vlies sowie einer Folie abzudecken.

Betonpool selbst errichten

Gartenbesitzer mit handwerklichem Geschick können einen Betonpool auch selbst errichten. Der Vorteil dieser Pools besteht darin, dass Poolbesitzer die Form und Größe der Schwimmbecken individuell gestalten und den Gegebenheiten des Gartens anpassen können. Bereits für den Planungsprozess sollten Bauherren einen Fachmann beauftragen, der unter anderem eine erste Kosten-Kalkulation abgibt.
Hierbei wirken sich Komponenten wie die Größe und Ausstattung des Pools sowie die Beschaffenheit des Bodens direkt auf den Preis aus. Außerdem ist es erforderlich, ein Loch in entsprechender Pool-Größe im Gartenboden auszuheben. Dieses Loch legen Gartenbesitzer daraufhin mit einer wasserdichten Folie aus und gießen den Untergrund zudem mit Beton aus. Im nächsten Schritt kleiden Sie das Betonbecken mit einer Folie aus oder fliesen den Pool.

Betonpool selbst errichten
Gartenbesitzer mit handwerklichem Geschick können einen Betonpool auch selbst errichten – Bild: © epixproductions #433248144 – stock.adobe.com

Einen Pool fliesen: Hilfreiche Tipps

Um einen Pool zu fliesen, ist es erforderlich, dass der Beton auch tatsächlich gut durch getrocknet ist. Hierfür sollten Bauherren eine Trockenzeit von mindestens sechs Monaten einplanen. In diesem Zeitraum ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Dichte des Betons noch verändert. Diese Veränderungen verursachen schlimmstenfalls Sprünge in den Fliesen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass eine Wasserzufuhr sowie ein Zugang für die Pumpe besteht.

Bei falscher Ausführung sind die Fliesen hingegen nicht witterungsresistent. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass Fliesen zur kalten Jahreszeit platzen oder anderweitig zerstört werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Verlegearbeiten deshalb einem professionellen Fliesenleger überlassen.

Betonwände mit Poolfarbe aufwerten

Beim Poolbau spricht auch nichts dagegen, Polyester- oder Betonbecken mit Poolfarbe zu streichen. Poolfarbe eignet sich in erster Linie für ältere Betonpools, die restaurierungsbedürftig sind. Poolbauer sollten sich zwingend für Farbe in hoher Qualität entscheiden, die einen zusätzlichen Schutz vor Algen- und Kalkbildung verspricht. Der Farbauswahl sind nur wenige Grenzen gesetzt. Auf Wunsch spricht auch nichts dagegen, sich die eigene Lieblingsfarbe mischen zu lassen.

Ebenso wie einer Poolfolie verblasst die Poolfarbe im Laufe der Jahre. Dieser Prozess hängt jedoch von Faktoren wie der Poolfarbe und der Intensität der Sonneneinstrahlung ab. Vor dem Auftragen der Farbe ist es zwingend erforderlich, alle Algen- und Kalkrückstände zu beseitigen. Weitere vorbereitende Maßnahmen beziehen sich darauf, die Betonwand abzuschleifen oder alte Farbrückstände gründlich zu beseitigen.
Um ein schnelles Austrocknen der Farbe zu vermeiden, ist es ebenfalls sinnvoll, den Pool nicht bei direkter Sonneneinstrahlung zu streichen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die Poolfarbe insgesamt dreimal aufzutragen. Der Anstrich sollte generell nicht zu dünn sein. Zwischen einzelnen Anstrichen sollte die Farbe stets gut durch getrocknet sein.

Einen Swimmingpool selbst mauern

Im Gegensatz zu einem Schwimmbecken aus Beton oder Styropor bietet ein selbst gemauerter Pool ebenfalls einige Vorteile. Eine professionell aus Mauersteinen verputzte Wand ist stabil und langlebig zugleich. Bei einer gemauerten Wand besteht kein erhöhtes Risiko dafür, dass die Mauerwand spröde wird. Zudem ist kein Platz vorhanden, damit sich kleine Tiere oder Wurzeln ihren Weg durch die Wand bahnen.
Der finanzielle Aufwand für einen selbst gemauerten Pool orientiert sich an der Poolgröße sowie verwendeten Mauersteinen. Bei diesem Bauprojekt sind Verbraucher ebenfalls gut beraten, sich bei der Planung und Durchführung fachmännisch unterstützen zu lassen. Besonders gut sind gemauerte Pools für Grundstücke in Hanglage geeignet. Bei Gärten in dieser Lage ist es besonders wichtig, dass die Wände seitlichem Druck standhalten.

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